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Mögliche Bleibelastung in Haus- oder Dachstuhlstaub

07.04.2010 von Karl-Heinz Krawczyk

Umweltschutzamt rät zur Vorsorge

Vor allem in Dachstühlen, aber auch in Wohnungen im Innenstadtbereich werden regelmäßig erhöhte Bleikonzentrationen im Staub gemessen. Ursachen dafür gibt es viele, wobei verkehrsbedingte Emissionen eher zu vernachlässigen sind. Vermutlich sind industrielle Emissionen der ehemaligen Gießereien in Freiburg die Ursache für erhöhte Bleikonzentrationen.

Das Umweltschutzamt rät wie alljährlich zur Vorsorge, denn wenn Blei in den Körper gelangt, kann es dort zu Gesundheitsschädigungen führen. So wird Blei über die Atemwege und den Magen-Darm-Trakt in den Körper aufgenommen. Gespeichert wird es hauptsächlich im Knochen. Chronische Bleibelastung kann etwa zu Schädigungen des zentralen Nervensystems, zu Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel oder zu erhöhtem Blutdruck führen und den Aufbau des roten Blutfarbstoffes stören. Zu akuten Gesundheitsschäden kommt es aber erst, wenn der Körper über lange Zeit Blei aufnimmt.

Werden bestimmte Verhaltensregeln beachtet, kann ein Gesundheitsrisiko jedoch ausgeschlossen werden:

  • beim Aufräumen oder Reinigen in Dachstühlen keinen Staub aufwirbeln, stattdessen den Staub feucht auf- oder abwischen
  • keine offenen Lebensmittel oder unverpackte Kleidungsstücke im Dachstuhl lagern
  • kleine Kinder, Schwangere und stillende Mütter sollten staubige Dachstühle möglichst nicht betreten
  • nach dem Aufenthalt in stark verstaubten Dachstühlen sollten die Schuhe gesäubert werden
  • bei längerem Arbeiten in Dachstühlen empfiehlt es sich Staubschutzmasken zu tragen

Wer einen Dachstuhl im Innenstadtbereich hat und auch häufig nutzt, soll vorsichtshalber den Staub nach Blei untersuchen lassen. Bevor ein Messinstitut damit beauftragt wird, sollte man das anstehende Problem genau schildern und einen Kostenvoranschlag einholen, da die Analyse zwischen 50 bis 100 Euro kostet.

Bei erhöhten Bleiwerten gelten weitergehende Verhaltensregeln. In einzelnen Fällen muss sogar der Dachstuhl saniert werden, um Gesundheitsgefahren für die Nutzerinnen und Nutzer auszuschließen.

Ein Faltblatt zum Thema Bleibelastung in Freiburg ist im Umweltschutzamt, im Beratungszentrum Bauen (BZB) im Technischen Rathaus oder bei der Bürgerberatung im Rathaus kostenlos erhältlich.

Bei Fragen können sich Interessierte an das Umweltschutzamt unter der Telefonnummer: 201-6182 oder 201-6133 wenden. Auch das Gesundheitsamt gibt unter der Rufnummer 2187-3200 zu gesundheitlichen Fragen Auskunft.

Zusätzliche Information: Unsere Firma verfügt über die entsprechende Erfahrung und ist zugelassen für die Reinigung und Sanierung von bleibelasteten Dächern. Wir beraten Sie ebenfalls gerne.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Freiburg

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