Dachnews

Sonnige Aussichten für Aufsteiger

13.05.2010 08:59 von Karl-Heinz Krawczyk

Dachdecker haben optimale Zukunftsperspektiven

Die Zahl der Schulabgänger geht immer weiter zurück. Gleichzeitig findet ein "Run" auf Ausbildungsberufe an PC und Schreibtisch statt, während im Handwerk viele Lehrstellen unbesetzt bleiben. Der Grund dafür ist oft eine Fehleinschätzung von Schulabgängern und Eltern.

Beispiel Dachdeckerhandwerk: Natürlich gehört zu diesem Beruf mit über 800-jähriger Tradition auch die "klassische" Dacheindeckung. Wenig bekannt aber sind die kompletten Arbeitsbereiche der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, so die offizielle Definition dieses Gewerkes. Gerade im Zeitalter der erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes ist der Dachdecker zum Energie-Profi geworden. Von der optimalen Wärmedämmung beim Neubau über die energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden und der Dachbegrünung zur Schaffung von Mini-Biotopen in den Städten bis zur "Aufrüstung" mit Solartechnik sind Dachdecker die ausgesuchten Experten bei der Planung und am Bau.

So können die strengeren Vorschriften der erst Ende vergangenen Jahres verabschiedeten Energieeinsparverordnung EnEV 2009 nur unter maßgeblicher Mitwirkung des Dachdeckerhandwerks umgesetzt werden. Und diese Umsetzung betrifft bis zu 80% des Gebäudebestands in Deutschland. Auch das macht den Beruf des Dachdeckers zu einem Zukunftsberuf, der übrigens von Finanzkrisen und Globalisierungsproblemen praktisch verschont wird. Denn in einer wirtschaftlich unsicheren Zeit investieren Kapitalanleger und Hausbesitzer nachweislich verstärkt in Immobilien, was eine sichere und schnelle Rendite garantiert. Auch davon profitiert das Dachdeckerhandwerk.

Das immer umfassendere Arbeitsgebiet des Dachdeckers hat sich natürlich auch die Anforderungen an Bewerber auf Ausbildungsplätze ausgewirkt. Das sichere Beherrschen der Grundrechenarten ist nicht nur für die Ermittlung des Materialbedarfs Voraussetzung. Der Dachdecker muss auch die richtige Wärmedämmung oder den Ertrag einer Solaranlage richtig berechnen können.

Der Dachdecker - oder die Dachdeckerin - von morgen zeichnet sich also nicht durch Muskelpakete, sondern durch eine gute Allgemeinbildung, Flexibilität und die Bereitschaft, ein ganzes Berufsleben lang dazu zu lernen, aus. Gerade weil sich der Dachdecker vom "Dacheindecker" zum Energiespezialisten gewandelt hat, wird er zunehmend mit neuen Materialien, Technologien und Anwendungen konfrontiert werden.

Wer sich dieser Herausforderung stellt, ist bei den Dachdecker-Fachbetrieben jederzeit willkommen und wird auf jeden Fall einen Ausbildungsplatz mit Karrieregarantie vorfinden. Mehr Informationen: www.dachdeckerdeinberuf.de

Zurück